Branchen

Telekom
In der Telekommunikation gibt es unterschiedliche Arten von Projekten. Es handelt sich meist um Softwareentwicklungs-Projekte oder «Lifecycle»-Projekte zur Erneuerung bzw. zum Austausch von Hardware und/oder Software. Gemeinsam haben diese Projekte die Komplexität durch die Vielzahl von unterschiedlichen Technologien. Dies ist insbesondere durch die Ablösung der «alten» Telekommunikationsplattformen mit neuen IT-basierten Lösungen entstanden.
Merkmale
Telekommunikationsplattformen haben in der Regel eine sehr hohe Anforderung an die Verfügbarkeit. Bei den herkömmlichen Telekommunikationssystemen war eine Verfügbarkeit von 99.999 % «State of the Art» und wurde durch eine dedizierte Hardware und speziell integrierte Software erreicht. Standardisierte Schnittstellen ermöglichten die Integration von Lösungen verschiedener Lieferanten, wobei es trotzdem noch länderspezifische Anpassungen geben konnte. Heute werden die Telekommunikationssysteme massgeblich durch die IT geprägt und die Telekommunikations-Schnittstellen sind mehrheitlich IP-basiert. Auch die Tendenz hin zu Cloud-Lösungen nimmt ständig zu.
Methoden
Projekte werden sowohl nach Wasserfall-Methoden und auch agil umgesetzt. In der Regel werden Methoden nach PMI, IPMA oder Scrum angewendet. Es kommen auch Kombinationen von beiden Methoden, sog. Hybridmodelle, zum Einsatz. Dadurch sind die Anforderungen an den Projektleiter sehr vielschichtig.
«DevOps»
Zusätzlich kommen vermehrt auch Projekte, welche gemäss «DevOps» (ein Kombinationswort von Development / Softwareentwicklung und Operations / Betrieb) umgesetzt werden. Dabei ist es das Hauptziel, Know-How-Verluste zu kompensieren, welche bei Softwareentwicklungs-Projekten vielfach auftreten. Im Gegensatz zu den eingangs erwähnten Methoden ist DevOps keine Methode, sondern setzt auf einen gesamtheitlichen Ansatz. Es geht um eine neue Kultur der Zusammenarbeit. Um Menschen und Organisationen, die eine End-to-End-Verantwortung über den ganzen LifeCycle übernehmen. Um Prozesse, die schlank und effizient sein sollen und nicht zuletzt um die Technologie, die durch Automatisierung unterstützt wird.
Projektabwicklung
Dadurch, dass viele Telekommunikationsprojekte in einem sehr kompetitiven Marktumfeld umgesetzt werden, ist der Faktor Zeit entscheidend. Das macht die Arbeit des Projektleiters zu einer Herausforderung. Einerseits sind Methoden und Prozesse einzuhalten, andererseits muss sehr dynamisch auf eine sich verändernde Marktsituation reagiert werden können. Dies bedarf eines gut strukturierten Change-Prozesses. Insbesondere braucht der Projektmanager die Kompetenzen für Entscheidungen, die anschliessend über kurze Wege und in Absprache mit den Stakeholdern umgesetzt werden.
Projektgrösse
Die Projektgrösse in der Telekommunikation ist sehr unterschiedlich. LifeCycle-Projekte sind eher gross und dauern länger. Es ist zu beachten, dass diese Projekte im Normalfall parallel zu den laufenden Systemen umgesetzt werden und somit eine nahtlose Migration voraussetzen, die von den Endkunden nicht bemerkt werden soll. Projekte mit neuen Services werden in der Regel wesentlich schneller umgesetzt, da eben hier, wie oben erwähnt, die Marktsituation «Time-to-Market» ein wichtiges Element ist.
Fertigkeiten
Durch das vielfältige Systemumfeld müssen Projektmanager eine breite Palette an Fähigkeiten beherrschen. IT- und Telekommunikationswissen sind unabdingbar. In einem schnelllebigen Markt ist es zudem notwendig, das Know-how aktuell zu halten und kontinuierlich zu erweitern. Derzeit sind insbesondere Know-how und Erfahrungen mit «DevOps» sowie agile Entwicklungsmethoden gefragt.
Herzlichen Dank an die incor AG für ihren Fachbeitrag.
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